Lea Lutz 06.05.2019 5 min read

Vorteile und Nachteile von Cloud Computing für Unternehmen in der Schweiz

Stehen bei Ihnen grössere Investitionen in das eigene Rechenzentrum an? Möchten Sie sich strategisch mehr auf Ihr eigentliches Geschäft konzentrieren als Infrastrukturen zu unterhalten? Oder überlegen Sie sich neue Applikationen in einer Cloud zu betreiben? Wir erläutern Ihnen in folgendem Blog-Beitrag die Vor- und Nachteile von Cloud Computing als Service. 

Vorteile von Cloud Computing

Mit Cloud-Dienstleistungen müssen Sie keine eigene und teure Infrastruktur aufrechterhalten. Sie können flexibel die Kapazitäten erhöhen oder verringern. Dadurch sparen sie einerseits Kosten, andererseits gewinnen Sie an Agilität. Sie können rascher auf Veränderungen reagieren und Ihr Wachstum vorantreiben. Gleichzeitig profitieren sie von der Geschwindigkeit der Hochleistungsrechner, die Cloud-Anbieter zur Verfügung stellen.

Strenge Sicherheitsstandards, physische Zugangskontrolle, Verschlüsselung sowie Backup und Wiederherstellungsverfahren gewährleisten, dass Ihre Daten sicher sind. Ihre Cloud wird 24/7 von Monitoringsystemen überwacht. Ihre IT-Mitarbeitenden müssen nicht mehr komplexe Infrastrukturen unterhalten, sondern können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Mit Cloud Technologie reduzieren Sie zudem Ihre Betriebskosten und Investitionen, denn Sie bezahlen nur, was Sie auch nutzen.

Setzen Sie auf einen Schweizer Anbieter mit Rechenzentren in Ihrer Region um die Datenhaltung in der Schweiz zu garantieren und den CLOUD Act zu umgehen. Gewisse Anbieter können Ihnen sogar hybride Cloud-Lösungen (Private Cloud und Azure oder Google Cloud) mit kompletter Datenhaltung in der Schweiz anbieten.

Risiken von Cloud Computing

Sie müssen sich bewusst sein, dass Ihre Geschäfts- und Kundendaten extern gespeichert und verarbeitet werden. Zudem sind je nach Land und Geschäftsumfeld andere Compliance Anforderungen zu berücksichtigen. Allerdings können Sie bei der Nutzung einer Public Cloud die Daten-Verschlüsselung auch als Cloud Service beziehen, Zugriffsrechte einschränken und damit Data loss prevention auf einem professionellen Niveau betreiben. Wenn Sie international tätig sind, empfiehlt es sich die Daten im jeweiligen Land, wo der Geschäftssitz ist und eine spezifische Compliance-Regelung her kommt zu speichern. Dies ermöglicht beispielsweise die Microsoft Cloud Azure mit Rechenzentren in 140 Ländern (darunter auch die Schweiz).

Die Performance beim Zugriff auf Cloud-Dienste ist natürlich tiefer, als wenn Sie das Rechenzentrum im Haus betreiben. Mit Azure ExpressRoute können Sie aber eine private Verbindung zwischen Azure-Rechenzentren und Infrastrukturen erstellen, die sich an Ihrem Standort oder in einer hybriden Umgebung befinden. Bei einer Migration in die Cloud müssen Sie mit Transformationskosten rechnen, da Sie Ihr IT-Konzept überarbeiten, Zugriffskonzepte anpassen und auch gleich Upgrades auf neue Versionen vornehmen werden. Zudem werden Sie Ihre IT-Mitarbeitenden in den neuen Prozessen schulen. Um die Cloud Transformation im Unternehmen zu verankern werden Sie auch die Office-Mitarbeitenden in der Nutzung bspw. von Office 365 und der neuen Prozesse schulen wollen. Abschliessend ist festzuhalten, dass die Flexibilität der Cloud ihre Kosten hat. So sind Pay-per-Use-Modelle in der Regel teurer als Flat-Modelle.

Mehr zu Cloud Computing mit Schweizer Datenhaltung erfahren Sie hier. 

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