Bis Ende 30 war Riccardo als Profi unterwegs und verdiente sich mit Fussball seinen Lebensunterhalt. Schon bald war für ihn klar, dass er nach seiner Aktiv-Karriere in den Sales-Bereich wechseln und sich dort weiterbilden würde. Der Wechsel fiel ihm überhaupt nicht schwer. Denn Riccardo ist für das Business Verkauf wie geschaffen: Er ist kommunikativ, offen, zielstrebig, hat keine Berührungsängste, spricht sechs Sprachen. Schon früh bekam Riccardo mit, wie man Geschäfte macht. Sein Vater – ursprünglich aus Italien, die Mutter aus Kroatien – war erfolgreicher Unternehmer und gab ihm die Verkaufs-DNA von Kindesbeinen an mit. Die Parallelen zwischen der Geschäftswelt zum Fussball sind frappierend.
“Als Fussballer lernst du schnell, mit Niederlagen und Druck umzugehen”, erklärt der gebürtige Berner. “Du musst dich konstant anpassen, sei das mit neuen Mitspielern oder dem nächsten Gegner.” Genauso wie im Sales.
Sein erster Job nach der Aktiv-Karriere war die klassische Kaltakquise im B2B. Sieben Stunden täglich hat er sich die Finger wundgewählt und fremden Ansprechpartnern (meistens waren das Personen aus dem C-Level) angerufen, um ihnen etwas zu verkaufen. “Und das war noch bevor es Headphones gab,” lacht Riccardo.
Zum einen gab es viele Absagen, zum anderen herrschte natürlich der Druck abliefern zu müssen. Dinge, die sich Riccardo vom Fussball gewohnt ist und an ihm abperlen.
“Man kann nicht jedes Spiel gewinnen und im Verkauf nicht jeden Deal holen. Ich muss da drüberstehen und ans nächste Spiel denken, an den nächsten potentiellen Kunden. Das wurde mir vom Spitzensport eingetrieben, ” erklärt Riccardo.