Lea Lutz 21.02.2020 10 min read

Die Cloud Trends 2020 der Schweiz

2020 kommen auch Schweizer KMUs nicht mehr an der Cloud vorbei. Dies zeigt auch eine aktuelle Umfrage der Netzwoche, gemäss der neben IT-Sicherheit oder dem Fachkräftemangel die Cloud DAS heiss diskutierte Thema unter Schweizer IT-Chefs ist. Auch die Studie Swico House View 2020 vom Wirtschaftsverband der Schweizer ICT- und Online-Branche zeigt, dass die Cloud in der Schweiz mit Abstand der wichtigste IT-Trend des Jahres ist.

Während dem bisher einige Unternehmen mit Cloud-Lösungen experimentiert haben, wird nun eine Applikation nach der anderen in die Cloud verlagert. Zudem werden immer mehr Applikationen direkt aus der Cloud bezogen, wie beispielsweise Office 365 oder Salesforce. Aber was sind die 4 grossen Schweizer Cloud-Trends für 2020? Und was bedeutet das für Sie, ganz konkret?

Trend 1: Cloud-Applikationen (SaaS)

Nahezu alle grossen Hersteller entwickeln heutzutage Ihre Anwendungen als Cloud-Applikationen, auch Software-as-a-Service (SaaS) genannt. Sie investieren viel mehr in ihre Cloud-Applikationen als ihre klassische Installations-Software. Deshalb nutzen auch immer mehr Unternehmen die Cloud-Lösungen von Standardsoftware und profitieren damit von flexiblen Nutzungsmodellen und moderner Arbeitsweise. Mit Cloud-Applikationen verfügen Sie stets über die neusten Features, Ihre Mitarbeitenden können von überall her zugreifen und besser zusammenarbeiten und ihre IT wird entlastet, da die Software-Wartung wegfällt.

Seit Dezember 2019 ist nun auch Office 365 aus dem Schweizer Rechenzentrum von Microsoft erhältlich. Damit kommen hiesige Unternehmen in den Genuss von den neusten Office-Funktionalitäten mit Schweizer Datenhaltung. 2020 wird für viele Schweizer KMUs das Jahr der Office 365 Migration.

Unser Tipp: Wir empfehlen Ihnen bei jeder Neuanschaffung oder Neulizenzierung einer Standardsoftware zu prüfen, ob eine Cloud-Version erhältlich ist.

PS: Für Office 365 haben wir aktuell ein Spezial-Angebot.

Trend 2: Betrieb in Private Cloud

Immer mehr Schweizer Unternehmen – gerade KMUs – kommen davon ab, ihre IT-Infrastruktur selbst zu betreiben. Sie lagern ihre IT an einen Schweizer IT-Dienstleister aus und lassen ihre Applikationen und Daten in einer Private Cloud betreiben. Je nach Grösse wählen Sie eine komplett separate Cloud oder eine Shared-Cloud.

Unser Tipp: Lassen Sie sich für den Betrieb Ihrer Applikationen und virtuellen Server in einer Private Cloud beraten. Und lassen Sie danach das gewünschte Modell von 2-3 Schweizer Anbietern offerieren. Hier eine Hilfe zur Auswahl der Anbieter.

Trend 3: Public Clouds

Die grossen internationalen Public Cloud-Anbieter Microsoft, Amazon, Google und Alibaba liefern sich aktuell einen Wettkampf um die Cloud-Vorherrschaft. 2019 wurde Microsoft mit ihrer Cloud Plattform «Azure» zum Weltmarktführer. Gemäss einer Umfrage der Netzwoche ist Microsoft Azure auch in der Schweiz der favorisierte Anbieter.

Letztes Jahr drang der Wettkampf in die Schweiz vor und die wirklichen Sieger des Wettstreits sind die Schweizer Unternehmen: 2019 war DAS Jahr der Rechenzentrumseröffnung der Hyperscaler in der Schweiz. Nachdem Google im Frühling 2019 ein Rechenzentrum in Zürich eröffnet hat, zog Microsoft im Sommer 2019 nach und eröffnete gleich zwei Rechenzentren in der Schweiz – eines in der Region Zürich und eines für Desaster Recovery in der Region Genf. Dies ermöglicht Schweizer Unternehmen nun die skalierbaren Cloud-Services zu nutzen und trotzdem nicht auf 100% Schweizer Datenhaltung zu verzichten.

Unser Tipp: Haben Sie Applikationen die enorme Nutzungsschwankungen aufweisen? Haben Sie Anwendungen die enorm ressourcenverbrauchend sind und sie zu grossen Investitionen in Hardware zwingen? Dann prüfen Sie mit einem Cloud-Dienstleister, ob ein Betrieb in einer Public Cloud nicht die kostengünstigere Variante wäre.

Trend 4: Hybrid & Multi Cloud Management

Nachdem anfänglich viele Unternehmen sich entweder für eine Private oder eine Public Cloud entschieden haben, hat im letzten Jahr eine Trendwende stattgefunden. Hybrid ist das neue Normal. Die meisten Unternehmen nutzen für Anwendungen und Prozesse mit sehr hohen Nutzungsschwankungen (bspw. Webshop, Development- oder Test-Umgebung) sowie für Applikationen mit hohen Anforderungen an die Rechenkapazität (bspw. CAD, Simulationen) eine Public Cloud wie Azure, Google Cloud oder AWS. Für das ERP und alle Personendaten sowie für Applikationen, welche nicht Cloud-fähig sind, greifen Sie auf eine Private Cloud zurück. Viele Unternehmen nutzen auch Clouds, um ihr Backup ausserhalb Ihrer eigenen Infrastruktur sicher aufzubewahren.

Unser Tipp: Sind Sie noch am Überlegen, welches Cloud-Modell das Richtige für Sie ist? Dann lesen Sie unsere Entscheidungshilfe.

Hybride Cloud-Infrastrukturen ermöglichen Ihnen von den flexiblen und sehr agilen Services der Public Cloud zu profitieren und andere Anwendungen in der sicheren Umgebung der Private Cloud zu belassen, ohne ihre Compliance-Vorgaben zu vernachläs­sigen. Das Management dieser hybriden Umge­bungen ist aber äusserst anspruchsvoll. So ist eine einwandfreie Interopera­bilität zwischen Public Cloud und On-Premises respektive Private Cloud die Grundlage für einen reibungslosen Betrieb. 2020 wird das Jahr in dem viele IT-Verantwortliche erkennen, dass Clouds ihr Leben nicht nur einfacher machen und das Management der hybriden Cloud professionalisiert werden muss. So braucht es ein Monitoring-System über alle Plattformen hinweg, eine Überwachung der Zugriffe, ein Backup-Konzept für alle Daten, welche ein geregeltes und rasches Wiederhochfahren nach einem Notfall ermöglichen und einen Überblick über alle Lizenzen und Kosten. Ein effizientes Cloud-Management kann Kosten reduzieren, die an anderer Stelle in die Nutzung neuer Technologien fliessen können.

Unser Tipp: Möchten Sie mehr erfahren über das Management hybrider Infrastrukturen?

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