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Altes Rechenzentrum: Sanieren oder Outsourcen?

Geschrieben von Mark Thommen | 10.06.2021

Rechenzentren kosten Geld – viel Geld, auch weil viele Kostenfaktoren einfliessen. Dazu gehören die Stromkosten, die redundanten Systeme aber auch Instandhaltung von Gebäude, Klima- und Backupsystemen, die Betreuung durch Mitarbeitende, Sicherheitssysteme und vieles mehr. Wer kurz vor der Entscheidung steht, ob er wieder einmal eine grössere Investition in das eigene Rechenzentrum tätigen soll, sollte eine interessante Alternative prüfen: Das Outsourcing des gesamten Rechenzentrums.

In letzter Zeit gibt es in der Schweiz viele Überlegungen, wie IT-Betreiber dem wachsenden Stromverbrauch durch die IT und insbesondere durch Rechenzentren Herr werden können. Schon jetzt beträgt er seriös geschätzt ca. 3,6% des Gesamtstrombedarfs der Schweiz. Bei Untersuchungen des Bundesamtes für Energie (PDF) zeigt sich dabei, dass das Potenzial für Einsparungen hoch ist und bei 46% liegt. Das ist in etwa der Verbrauch von 200'000 Vierpersonenhaushalten.

Diese Entwicklung hat längst auch den Gesetzgeber auf den Plan gerufen, der immer schärfere Vorgaben für den effizienten Betrieb von Rechenzentren vorschreibt und wohl auch in den nächsten Jahren weitere Vorgaben machen wird. Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang der PUE. Das Kürzel steht für Power Usage Effectiveness und beschreibt, wieviel Strom das gesamte Rechenzentrum verbraucht im Verhältnis zum Stromverbrauch der IT-Hardware. Verbraucht das gesamte Rechenzentrum 30 MWh, die Server davon aber nur 15 MWh, so liegt der PUE bei 2. Würde das Gebäude überhaupt nichts extra verbrauchen, läge er bei 1 – dieser Wert ist aber unerreichbar, weil ja Kühlung, Licht und Zugangssysteme auch Strom benötigen. Gute Rechenzentren haben einen PUE unter 1,5, sehr gute liegen bei 1,2 bis 1,3. Aktuell ist der Durchschnitt eines Rechenzentrums bei 2.

Gerade ältere und kleine Rechenzentren, die oft vor Ort in Unternehmen selbst betrieben werden, haben aber einen PUE von deutlich über 2. Da der Strom den Löwenanteil der Kosten eines Rechenzentrums ausmacht, sollten sich IT-Leiter dieser Rechenzentren fragen, ob das wirtschaftlich und ökologisch noch sinnvoll ist.

 
Wer selbst versucht, den PUE zu senken, wird schnell erkennen, dass vor allem das Wärme- und Kältemanagement viel Strom frisst. In der Regel verteilt sich der Stromverbrauch wie folgt:
  • 50% Kälteerzeugung
  • 15% Kaltwasserverteilung
  • 20% Luftführung
  • 15% Rest (Stromversorgung, USV, Transformatoren, Stromverluste, Beleuchtung, Gebäudetechnik)


Um den Energieverbrauch deutlich zu senken, wären umfangreiche Umbaumassnahmen notwendig, die schnell die Kosten eines Neubaus verursachen (ein Rechenzentrum besteht ja im Wesentlichen aus IT-Hardware und Klimatechnik).

Da sich die gesetzlichen Vorgaben ständig verschärfen, ist es für die meisten kleineren Inhouse-Rechenzentren absehbar, dass sie das alte Rechenzentrum nicht mehr lange weiterbetreiben können, ohne kräftig zu investieren.

Im Bild der Datacube Biel von Netrics

Datacenter Outsourcing ist oft günstiger

Die Alternative ist: Die eigene IT-Infrastruktur in ein modernes und energieeffizientes Rechenzentrum zu migrieren. Diese haben – wie etwa der Datacube von Netrics in Münchenstein bei Basel – einen PUE-Wert von weniger als 1,24 oder der Datacube Biel von unter 1,3. Da Sie als Unternehmen hauptsächlich die elektrische Leistung bezahlen, die ihre IT in einem Datacenter verbraucht, senken sie damit die laufenden Kosten – aber ohne die sonst nötigen Investitionen tätigen zu müssen. Ausserdem müssen Sie sich nicht mehr um den Schutz vor Einbruch, Zugangskontrolle und Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hochwasser, Feuer oder Blitzschlag kümmern.

Ein besonderer Vorteil eines externen Datacenters sind auch die flexiblen Skalierungsmöglichkeiten, die 24/7-Support des Betreibers und vielfältigen Redundanz- und Backup-Angebote. Ausserdem optimieren Anbieter wie Netrics ihre Rechenzentren permanent, um einerseits die Kosten zu senken und andererseits auch den ökologischen Vorgaben der Bundesregierung und Kantone zu entsprechen.

Im Bild der Datacube Münchenstein bei Basel von Netrics

Umfassende Migrations-Service-Leistungen

Netrics wächst kontinuierlich und betreibt in der Schweiz drei eigene Rechenzentren für Kunden und ist in vier weiteren eingemietet – das sind total ca. 7'500 m2 Datacenter-Fläche. Unsere Kunden schätzen den Service, den wir Ihnen bei einer Migration in eines unserer Rechenzentren anbieten können. Wir begleiten Sie von Anfang an. So können Sie sicher sein, dass der Umzug reibungslos und nur mit minimalen und gut geplanten sowie kontrollierten Unterbrechungen verläuft.

Aber nicht nur beim Umzug können wir sie umfassend unterstützen. Wir bieten auch Managed-Service-Leistungen an und können ihre IT per Glasfaser über diverse Internet-Provider anbinden (natürlich mehrfach redundant).

Stehen Sie gerade vor der Frage, wie es mit ihrem Rechenzentrum weitergehen soll? Dann lassen Sie sich ganz unverbindlich beraten. Weitere Informationen zu unseren Datacenter-Standorten und den besonderen Vorteilen finden Sie auf unserer Datacenter-Lösungsseite.

Sind Sie an einer Führung durch eines unserer Rechenzenter interessiert? Gerne geben wir Ihnen einen Blick hinter die Kulissen. Kontaktieren Sie uns:

 

 

 

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